Der Online-Dienst „Wohngeld“ steht demnächst zur Verfügung.

In Schleswig-Holstein können demnächst alle Wohngeldstellen Erstanträge auf Wohngeld digital entgegennehmen. Möglich wird dies durch die Nachnutzung des EfA-Dienstes „Wohngeld“. Nach dem „Einer für Alle“-Prinzip entwickelt, wurde der Dienst Ende August den interessierten Behörden in insgesamt drei Informationsveranstaltungen vorgestellt. Im Laufe des Septembers soll je nach örtlichen Gegebenheiten und Umfang der individuell noch zu leistenden Vorarbeiten der Dienst allen interessierten Wohngeldstellen zur Verfügung stehen. Dafür wenden die Wohngeldstellen sich direkt an den ITV.SH, der dann die weiteren Schritte koordiniert. An dem landesweiten Roll-out dieses komplexen Online-Dienstes sind mehrere Akteure beteiligt, sodass parallel zu dem Eingang der Nachnutzungsinteressen mit Hochdruck an der Bearbeitung der letzten Fragestellungen gearbeitet wird.

Perspektivisch wird der Dienst nicht nur den Erstantrag abbilden, sondern bis Jahresende auch alle weiteren Antragsarten beinhalten. So wird es mittelfristig ebenfalls möglich sein, den Erstantrag auf Lastenzuschuss oder Weiterleistungsanträge online zu stellen. Dabei werden in dem Projekt nicht nur weitere Antragsarten verfügbar sein, parallel dazu werden schon bestehende Antragsarten wie der Erstantrag kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Authentifizierung der Antragsstellenden erfolgt über das Bundeskonto mit dem Vertrauensniveau „hoch“. Die Bürger*innen melden sich entweder mit dem Servicekonto Plus (eID und AusweisApp2) an oder nutzen das Service-Konto Einfach mit anschließender Übersendung eines unterzeichneten Mantelbogens an die Wohngeldstelle.

Nach Anbindung an den Online-Dienst werden die Behörden die Wohngeldanträge zunächst im pdf-Format erhalten. Die Schnittstellen zur Anbindung an die in Schleswig-Holstein genutzten Fachverfahren für den Bereich Wohngeld stellt der Dienst zur Verfügung, zu der tatsächliche Anbindung ist der ITV.SH mit den Fachverfahrensherstellern im Gespräch. Auch die Einbindung des Dienstes in das Kommunalen OSI-Plugin (KOP) ist geplant, die dafür noch zu klärenden Fragestellungen werden derzeit gesammelt und sollen zeitnah aufgelöst werden. Der Dienst wird vom ITV.SH zentral bereitgestellt. Die tatsächliche Einbindung in den Shop wird derzeit geklärt.

Anna Hardt

Anna Hardt

Projektleitung Online-Dienste