MODUL-F – Fachverfahren flexibel digital abbilden
In vielen Kommunalverwaltungen Schleswig-Holsteins bestehen Prozesse, für die keine standardisierten Fachverfahren zur digitalen Bearbeitung verfügbar sind. Digitale Anträge müssen teilweise manuell in Word- oder Excel-Vorlagen übertragen werden. Diese Schatten-IT bindet personelle Ressourcen und erhöht die Fehleranfälligkeit in der Bearbeitung.
MODUL-F ist eine Low-Code-Softwarelösung, mit der Kommunen Fachverfahren eigenverantwortlich modellieren und weiterentwickeln können. Verwaltungsprozesse lassen sich strukturiert digital abbilden, dokumentieren und an die eigenen organisatorischen Anforderungen anpassen. Die Anwendung ist bewusst dezentral angelegt: Die fachliche Ausgestaltung erfolgt durch die Kommunen selbst innerhalb klar definierter Systemgrenzen, während der technische Betrieb zentral über Dataport erfolgt. MODUL-F wird im Rahmen einer länderübergreifenden Kooperation kontinuierlich weiterentwickelt.
Mehrwert für Kommunen
MODUL-F befähigt Kommunen, digitale Fachverfahren inhouse zu erstellen und anzupassen – ohne externe Dienstleister oder aufwendige Vergabeverfahren. Fachliche Anforderungen können direkt aus der Verwaltung heraus umgesetzt werden. Dadurch entstehen Lösungen von Verwaltungen für Verwaltungen.
Bereits modellierte Fachverfahren können von anderen Kommunen mit- oder nachgenutzt und verwaltungsspezifisch angepasst werden. Dies vermeidet Doppelentwicklungen und schont zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen. Durch die Einbindung der Sachbearbeitung in den Modellierungsprozess bleiben Kommunikationswege kurz und die fachliche Qualität der Verfahren wird nachhaltig gesichert.
Begleitend fördert eine wachsende Community den Erfahrungsaustausch und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit.
Rolle des ITV.SH
Der ITV.SH ist zentrale Ansprechstelle für die Kommunen in Schleswig-Holstein bei der Nutzung von MODUL-F. Er informiert über Funktionsumfang, Einsatzmöglichkeiten und Zugangsvoraussetzungen und bündelt Rückmeldungen sowie Weiterentwicklungsbedarfe aus den Kommunen. Diese werden gezielt in die Weiterentwicklung von MODUL-F eingebracht, um eine praxisnahe und bedarfsgerechte Nutzung sicherzustellen.
Einführung
MODUL-F kann von Kommunen in Schleswig-Holstein über den OZG-Shop bestellt werden. Nach der Bestellung erhalten die Kommunen eine E-Mail mit weiterführenden Informationen sowie den nächsten Schritten zur Nutzung von MODUL-F.
Für den Betrieb von MODUL-F ist eine Landesnetzfreischaltung erforderlich.
Ihre Ansprechpersonen:
Kathleen Gerlach
MODUL-F
Maximilian Prösch
MODUL-F