Digitalisierung von Bauleitplänen in Schleswig-Holstein

Die Bauleitplanung ist eine zentrale Grundlage für die räumliche Entwicklung unserer Kommunen. Gleichzeitig liegen Bauleitpläne heute in sehr unterschiedlichen Formaten vor – von Papier und PDF über CAD-Zeichnungen bis hin zu XPlanung-Daten.

Mit dem landesweiten Digitalisierungsprojekt unterstützt das Land Schleswig-Holstein die Kommunen, ihre Bauleitpläne einheitlich, qualitätsgesichert und XPlan-konform zu digitalisieren. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage für moderne, effiziente und transparente Planungs- und Verwaltungsprozesse.

Jetzt Bauleitpläne digitalisieren lassen

Das Projekt im Überblick

Das Land Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, die Bauleitplanung flächendeckend zu digitalisieren und eine einheitliche digitale Datenbasis im Standard XPlanung zu schaffen.

Die Überführung der Pläne übernimmt der Digitalisierungsservice des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung (LGV) Hamburg. Die Projektkoordination erfolgt durch Dataport, begleitet wird das Vorhaben durch den ITV.SH.

Schematische Darstellung der Vorteile von XPlanung

Kostenfrei für Kommunen

Die Digitalisierung Ihrer Bauleitpläne im Rahmen dieses Projekts ist für Kommunen in Schleswig-Holstein kostenfrei.

Antworten auf die wichtigsten im Fragen

Welche Pläne werden digitalisiert?

Im Rahmen des Projekts können folgende Planarten digitalisiert werden:

Flächennutzungspläne

Alle Flächennutzungspläne werden vollständig digitalisiert.

Bebauungspläne

Digitalisiert werden Bebauungspläne, die im Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 01.02.2023 in Kraft getreten sind – unabhängig vom Dateiformat. Neuere Pläne sollten nach (XBauXPlanungVO) bereits im Standard XPlanung vorliegen.

Pläne, deren Umring bereits im Format xPlanGML vorliegt, der eigentliche Plan aber nicht, können ebenfalls eingereicht werden.

Gut zu wissen:
Rechtskräftigkeit ist erforderlich
Digitalisiert werden ausschließlich rechtskräftige Bauleitpläne. Pläne in Aufstellung oder außer Kraft getretene Pläne sind ausgeschlossen.

Wie wird mit Änderungen umgegangen?

Alle Änderungen sollen gemeinsam mit der Urschrift zur Digitalisierung übergeben werden. 

Bei Flächennutzungsplänen werden die Änderungen und die Urschrift zusammengezeichnet. Zusätzlich werden xPlanGML-Dateien zu den Umringen der Änderungen erstellt, sodass diese erkennbar sind. In der digitalen Form stellt der Flächennutzungsplan somit einen Arbeitsplan dar. Es wird kein Anspruch auf Rechtssicherheit gestellt.

Bei Bebauungsplänen werden alle rechtskräftigen Änderungen (auch nach 2023) einzeln digitalisiert. Überschneidungen müssen bei der Digitalisierung in der Urschrift entsprechend gekennzeichnet werden. Daher ist es wichtig, dass die Urschrift aus dem Zeitraum 01.01.2017 bis 01.02.2023 stammt, da diese zuerst digitalisiert werden muss. 

Was ist das Ergebnis der Digitalisierung?

Durch den Digitalisierungsservice werden vollvektorielle Pläne im Standard XPlanung erzeugt. Dies bedeutet, dass alle Geometrien wie Flächen- und Linienfestsetzungen sowie deren Sachinhalte einschließlich der textlichen Festsetzungen und Präsentationsobjekte digitalsiert werden.

In welcher Reihenfolge werden die Pläne bearbeitet?

Die Bearbeitung erfolgt nach dem Prinzip „first come, first served“ – Die Pläne werden in der Reihenfolge der Einreichung bearbeitet. Flächennutzungspläne werden dabei bevorzugt behandelt.

Was passiert nach der Digitalisierung?

Die digitalisierten Pläne werden in die XPlanungsplattform (bzw. DiPlanung, sobald die Plattform zur Verfügung steht) eingespielt. Dadurch werden die Pläne in digitaler Form im Internet veröffentlicht.

Veröffentlichte Pläne werden bei einem Wechsel zu DiPlanung automatisch übernommen. Nicht veröffentlichte Pläne können leider nicht übertragen werden.

Wie läuft die Koordination?

Die gesamte Koordination erfolgt über das Tool dWorkflow. Hier können Sie als Kommune oder Amt den aktuellen Stand Ihrer Pläne jederzeit einsehen, Informationen austauschen und den Prozess aktiv begleiten. Ein Account für dWorkflow und eine kurze Anleitung wird Ihnen nach Ihrer Interessenbekundung zur Verfügung gestellt.

Schritt für Schritt: So läuft die Digitalisierung der Bauleitpläne ab

  1. Plan hochladen & Metadaten eintragen
    Verantwortlich: Kommune / Amt
    Sie legen einen neuen Workflow in dWorkflow an, tragen die wichtigsten Metadaten (z. B. Ansprechperson) ein und laden Ihren Bauleitplan hoch. Ggf. muss der Plan über die dDatabox hochgeladen werden (je nach Dateigröße), dies wird dann aber in dWorkflow angezeigt. 
  2. Digitalisierung
    Verantwortlich: Digitalisierungsservice
    Der Digitalisierservice wandelt Ihren Plan in das XPlan-Format (xPlanGML) um, prüft die Qualität und validiert den Plan über den xPlanValidator. Die fertige Datei wird Ihnen über dWorkflow bereitgestellt.
  3. Qualitätssicherung
    Verantwortlich: Kommune / Amt
    Sie prüfen die xPlanGML-Datei, geben sie frei oder melden Anmerkungen direkt über dWorkflow zurück. Nach 6 Wochen ohne Rückmeldung gilt der Plan als freigegeben. 
  4. Nacharbeiten
    Verantwortlich: Digitalisierservice
    Falls Sie Anmerkungen haben, werden diese umgesetzt und die Datei erneut zur Qualitätssicherung bereitgestellt. Der Qualitätssicherungsprozess wird wiederholt.
  5. Einpflegen in XPlanungsplattform / DiPlanung
    Verantwortlich: Dataport & Kommune / Amt
    Nach Ihrer Freigabe wird der Plan durch Dataport in die XPlanungsplattform hochgeladen. Sie als Kommune veröffentlichen den Plan abschließend selbst. Perspektivisch erfolgt die Übertragung in DiPlanung.

Ihr Weg zur Teilnahme

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann melden Sie sich gerne über das Postfach:

dataportxplandigitalisierung@dataport.de

Wir senden Ihnen eine kurze Anleitung zur Nutzung von dWorkflow zu. 

Sollten Sie bereits einen Account aus dem Pilotprojekt haben, können Sie gerne direkt neue Workflows anlegen.