Von der Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld


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(Pressemitteilung vom 21.01.2026 | Der Ministerpräsident - Staatskanzlei  Schleswig-Holstein)

Schleswig-Holstein ist auf dem Weg der digitalen Transformation mit dem Ziel einer schnellen, serviceorientierten und wirtschaftsfreundlichen Verwaltung weiter große Schritte vorangekommen. Wichtige Bausteine dabei sind zentrale, vollständig digitale und medienbruchfreie Verwaltungsleistungen. Sogenannte Fokusleistungen wie iKFZ, elektronische Wohnsitzanmeldung, Unterhaltsvorschuss, Anlagengenehmigung- und zulassung sowie Handwerk digital sind in den schleswig-holsteinischen Kommunen und Landesbehörden flächendeckend online verfügbar, weitere Leistungen wie Wohngeld, Eheschließung oder Baugenehmigung folgen im ersten Halbjahr 2026.

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen

Ermöglicht wird dies durch die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITV.SH), der die kommunale Digitalisierung koordiniert. Insgesamt wurden zum Beispiel 2025 in kommunaler Zuständigkeit 71 Behörden angebunden, 117 befinden sich in Umsetzung. Zudem wurden bundesweit schleswig-holsteinische Onlinedienste in 843 Behörden bereitgestellt, davon 689 im Bereich Wohngeld.

Seit 2018 wurden Prozesse und Strukturen aufgebaut, die heute einen standardisierten Roll-Out von Onlinediensten ermöglichen. Dabei liegt der Fokus nicht ausschließlich auf den sogenannten "Einer-für-Alle"-Diensten, ebenso werden Eigenentwicklungen ausgerollt. Ermöglicht wird dies durch die zentrale Finanzierung des Landes sowie zentrale Tools wie einen OZG-Shop. Der OZG-Shop ist eine zentrale Plattform des ITV.SH für Online- und Basisdienste, in dem sich die Kommunen über das zur Verfügung stehende Angebot informieren und die entsprechenden Nutzungsrechte direkt erwerben können.

Mehrwerte für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen

Insbesondere in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein mit seinen zahlreichen Kommunen unterstreichen die Erfolge im Roll-Out der bundesweit verabredeten Fokusleistungen, wie wichtig es war und ist, frühzeitig gemeinsame Prozesse und Kommunikationsstrukturen mit dem kommunalen Bereich aufzubauen, um Mehrwerte für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu schaffen. Schleswig-Holstein hat dies getan und übernimmt damit zugleich Verantwortung in der bundesweiten Umsetzung des Onlinezugangsgesetz – Gesetz zur Digitalisierung der Verwaltungsleistungen in Bund, Ländern und Kommunen. Weiterlesen...Onlinezugangsgesetzes, sagt Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. "Wir können den Menschen in Schleswig-Holstein im Bundesvergleich bereits jetzt eine Vielzahl von digitalen Angeboten machen. Diesen eingeschlagenen Weg werden wir mit dem weiteren Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen konsequent fortsetzen. Mit einer leistungsfähigen E-Governmentinfrastruktur und einem klaren rechtlichen Rahmen werden wir vollständig digitale Prozessketten sicherstellen und Verwaltungsleistungen noch schneller bürger- und unternehmensfreundlich anbieten können." Schleswig-Holstein habe seine Hausaufgaben gemacht und gemeinsam mit dem ITV.SH den Weg für 2026 beschrieben. Es wäre schön, wenn wir bundesweit wieder zu einem gemeinsamen Vorgehen kämen, sagte Schrödter 

Leistungsstarke Basisinfrastruktur

Gemeinsam mit dem Land und den schleswig-holsteinischen Kommunen haben wir in den letzten Jahren eine leistungsstarke Basisinfrastruktur aufgebaut und weiterentwickelt, mit der wir verlässliche Lösungen für die digitale Verwaltung bereitstellen. Mit dem konzentrierten Roll-out festgelegter Fokusleistungen sowie der Landes-Basisdienste treiben wir so die (Ende-zu-Ende-)Digitalisierung der Verwaltungsleistungen in den Kommunen partnerschaftlich weiter voran, ergänzt Matthi Bolte-Richter, Geschäftsführer des ITV.SH. 

Ein Onlinediensteportfolio, entstanden im engen Dialog mit den nachnutzenden Kommunen, wird in 2026 in bewährter Weise ausgerollt. Dieses wird dabei sowohl EfA-Leistungen wie den Aufenthaltstitel als auch landeseigene Dienste wie Urkundenanforderung aufweisen, ein Dienst, welcher im Sinne des Once-Only-Prinzips bereits eine Registeranbindung aufweist. Der Fortschritt der Verwaltungsdigitalisierung in Schleswig-Holstein soll zudem stärker sichtbar gemacht werden. Hierzu ist geplant, dass der ITV.SH mit den Kommunen und der Landesregierung Schleswig-Holsteins noch im ersten Quartal 2026 ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard online zur Verfügung stellt.