Kommunale digitale Souveränität

Gemeinsam digitale Handlungsfähigkeit sichern

Die digitale Transformation stellt Kommunen vor große Herausforderungen – und eröffnet zugleich neue Gestaltungsmöglichkeiten. Um Kommunen in Schleswig-Holstein bei der Entwicklung und Stärkung ihrer digitalen Souveränität zu unterstützen, wird sich der ITV.SH künftig noch intensiver diesem Themenfeld widmen. Damit wird der wachsenden Bedeutung des Themas für die kommunale Familie Rechnung getragen und ein Rahmen geschaffen, um Orientierung, Vernetzung und Unterstützung anzubieten.

Was bedeutet Kommunale Digitale Souveränität?

Für den ITV.SH bedeutet digitale Souveränität, dass Kommunen dauerhaft handlungs- und entscheidungsfähig bleiben – auch in einem sich stetig wandelnden digitalen Umfeld.

Dazu gehören insbesondere:

  • Wahlfreiheit statt technischer oder wirtschaftlicher Abhängigkeiten
  • Steuerungsfähigkeit über zentrale digitale Komponenten und Prozesse
  • Transparenz über Risiken, Kosten und Bindungen
  • Handlungsfähigkeit auch bei veränderten politischen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Digitale Souveränität ist damit kein Selbstzweck, sondern eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige und resiliente Verwaltung.

Unsere Schwerpunkte

Der ITV.SH konzentriert sich dabei auf drei zentrale Handlungsfelder:

  • Infrastruktur: Souveräne und zukunftssichere IT-Infrastrukturen bilden die Grundlage für digitale Verwaltungsleistungen.
  • Büro- und Standardsoftware: Die Auswahl und Nutzung von Standardanwendungen soll Kommunen langfristige Entscheidungsfreiheit und Flexibilität ermöglichen.
  • Fachverfahren: Verwaltungsspezifische Softwarelösungen müssen den Anforderungen moderner Kommunen gerecht werden und gleichzeitig nachhaltige Handlungsspielräume sichern.

Unterstützung für Kommunen in Schleswig-Holstein

Gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein und dem digitalhub.sh werden derzeit konkrete Unterstützungsangebote entwickelt und bewertet. Ziel ist es, Kommunen bereits kurzfristig erste praktische Hilfestellungen zur Verfügung zu stellen.

Geplant sind unter anderem:

  • Fachveranstaltungen und Informationsformate
  • Schulungs- und Qualifizierungsangebote
  • Informations- und Orientierungsmaterialien
  • Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten

Ein wichtiger Baustein wird dabei perspektivisch auch der OZG-Shop als Bezugsquelle für kuratierte digital souveräne Lösungen sein.

Dabei gilt: Die Entwicklung digitaler Souveränität soll Kommunen entlasten und nicht zusätzlich belasten. Erfahrungen aus den Transformationsprozessen der Landesverwaltung werden gezielt genutzt, um praxistaugliche und realistische Unterstützungsangebote zu schaffen.

Vernetzung und Wissenstransfer

Die Gespräche mit Kommunen zeigen, dass digitale Souveränität unterschiedlich bewertet wird und die Umsetzungsstände stark variieren. Umso wichtiger ist es, Erfahrungen zu bündeln, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen.

Der ITV.SH versteht sich dabei als zentrale Anlaufstelle für:

  • Austausch und Vernetzung
  • Best-Practice-Beispiele
  • Wissenstransfer
  • Koordination gemeinsamer Aktivitäten

Auf unserer Vernetzungsplattform steht hierfür bereits die Gruppe „Kommunale Digitale Souveränität“ zur Verfügung.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Der ITV.SH bringt die Perspektiven der Kommunen auch auf Bundesebene ein und engagiert sich aktiv im Kommunalen Open Source Board (KOSB). Durch die Mitarbeit in verschiedenen Fachgruppen fließen aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen in die Unterstützungsangebote für Schleswig-Holsteins Kommunen ein.

Wir möchten alle Kommunen herzlich einladen, sich mit ihren Fragen, Erfahrungen und Lösungsansätzen einzubringen.

Werden Sie Teil des Netzwerks und gestalten Sie die digitale Souveränität der Kommunen in Schleswig-Holstein aktiv mit.